Fruchtfolge und Beetplanung: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 8. März 2026, 07:57 Uhr

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Siehe auch:

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Fruchtfolge und Beetplanung

Fruchtfolge (auch Fruchtwechsel) und Beetplanung sind zentrale Methoden für gesunde, ertragreiche Gärten ohne Chemie. Durch jährlichen Wechsel der Kulturengruppen wird der Boden geschont, Krankheiten und Schädlinge reduziert und die Nährstoffe optimal genutzt. Kombiniert mit No-Dig-Methode]], Mischkultur]] und Kompost]]-Auftrag entsteht ein autarkes, nachhaltiges System.

Grundprinzipien

  • **Starkzehrer** (hoher Nährstoffbedarf): Kohlarten, Tomaten, Kürbis, Zucchini, Kartoffeln, Mais, Paprika → brauchen frischen Kompost]] (5–10 cm im Frühjahr).
  • **Mittelzehrer** (mittlerer Bedarf): Möhren, Zwiebeln, Lauch, Rote Bete, Mangold, Kohlrabi, Salat.
  • **Schwachzehrer** (niedriger Bedarf): Erbsen, Bohnen (fixieren Stickstoff!), Feldsalat, Kräuter → ideal nach Starkzehrern.
  • **Gründüngung** (Phacelia, Klee, Senf, Lupine): Baut Boden auf, stickstoffreich, unterdrückt Unkraut → nach Starkzehrern oder als Regeneration.

In No-Dig]]-Beeten rotierst du über **4 Felder/Beete** (oder Zonen in einem großen Beet). Jedes Jahr wandert die Gruppe um ein Beet weiter. Jährlich Kompost oberflächlich auftragen – kein Umgraben nötig.

Klassische 4-Felder-Fruchtfolge (No-Dig-kompatibel)

  • Feld 1 (Jahr 1): Starkzehrer + frischer Kompost → z. B. Tomaten + Basilikum + Ringelblumen (Mischkultur gegen Nematoden), Kürbis + Mais + Bohnen („Drei Schwestern“).
  • Feld 2 (Jahr 2): Mittelzehrer → z. B. Möhren + Zwiebeln/Knoblauch (gegen Möhrenfliege).
  • Feld 3 (Jahr 3): Schwachzehrer → z. B. Bohnen/Erbsen + Salat/Radieschen als Vor-/Nachkultur.
  • Feld 4 (Jahr 4): Gründüngung → z. B. Klee oder Phacelia (im Frühjahr mulchen oder oberflächlich einarbeiten).

Nächstes Jahr: Starkzehrer auf Feld 4 (jetzt nährstoffreich durch Gründüngung).

Mischkultur: Gute und schlechte Nachbarn

Mischkultur nutzt positive Wechselwirkungen: Schädlinge abwehren, Platz optimal nutzen, Boden bedecken. Hier eine Auswahl gängiger Kombinationen:

Pflanze Gute Nachbarn (Beispiele) Schlechte Nachbarn (Beispiele)
Buschbohnen Bohnenkraut, Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, Kohlarten, Tomaten Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch, Zwiebeln
Erdbeeren Borretsch, Buschbohnen, Knoblauch, Kopfsalat, Radieschen, Zwiebeln Kohlarten
Gurken Bohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Kohl, Mais, Rote Bete, Sellerie Radieschen, Tomaten
Kartoffeln Dicke Bohnen, Kamille, Kohlarten, Mais, Meerrettich, Tagetes Erbsen, Gurken, Tomaten
Knoblauch Erdbeeren, Gurken, Möhren, Rote Bete, Tomaten Erbsen, Bohnen, Kohlarten
Kohlarten Bohnen, Dill, Kamille, Kartoffeln, Sellerie, Tomaten Erdbeeren, Knoblauch, Zwiebeln
Möhren Dill, Erbsen, Knoblauch, Lauch, Radieschen, Zwiebeln
Tomaten Basilikum, Buschbohnen, Knoblauch, Kohlarten, Möhren, Petersilie Erbsen, Fenchel, Kartoffeln
Zwiebeln Bohnenkraut, Dill, Erdbeeren, Gurken, Möhren, Rote Bete Bohnen, Erbsen, Kohlarten

(Quelle: Zusammengefasst aus gängigen Gärtner-Ratgebern; erweitere bei Bedarf.)

Praktische Tipps für autarke Beetplanung

  • Frühjahr: Beetplan zeichnen, Kompost auftragen, Starkzehrer zuerst setzen.
  • Mischkultur einbauen: z. B. Tomaten + Basilikum + Ringelblumen, Möhren + Zwiebeln, Bohnen + Mais + Kürbis.
  • Vermeide: Gleiche Familie nacheinander (z. B. kein Kohl nach Kohl → Krankheitsrisiko).
  • Bei No-Dig: Mulch erneuern, Gründüngung im Herbst einsäen.
  • Kleiner Garten? 3-Felder reichen (Stark → Mittel → Schwach + Gründüngung zwischendurch).

Integration in den Dauerkalender

  • Februar/März: Beetplan erstellen, Kompost auftragen.
  • April/Mai: Starkzehrer pflanzen, Mischkultur setzen.
  • Herbst (September–November): Gründüngung einsäen, Mulch erneuern.
  • Winter: Plan für nächstes Jahr anpassen.