Halloween: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 20. Februar 2026, 16:49 Uhr
Inhaltsverzeichnis
Halloween
Halloween (kurz für „All Hallows' Eve“ = Vorabend von Allerheiligen) ist ein Fest am 31. Oktober, das in der Nacht zum 1. November gefeiert wird. Es verbindet alte keltische Herbst-/Totenbräuche mit christlichen Elementen und wurde vor allem über die USA modernisiert und weltweit verbreitet.
In Deutschland seit den 1990er/2000er Jahren populär geworden – anfangs als US-Import kritisiert, heute weit verbreitet bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (Partys, Kostüme, Gruseldeko).
Datum & aktuelle Termine
- Immer fest: 31. Oktober (Nacht zum 1. November)
- 2026: Samstag, 31. Oktober 2026 → Wochenende, ideal zum Feiern
- 2027: Sonntag, 31. Oktober 2027
- In manchen Bundesländern fällt es mit dem Reformationstag (31. Oktober) zusammen – kein gesetzlicher Feiertag, aber oft schulfrei oder ruhig.
Siehe auch: w:Halloween für detaillierte historische Erklärung.
Ursprung & Bedeutung
- Keltischer Ursprung (Samhain): Vor ca. 2000 Jahren feierten die Kelten in Irland/England/Schottland das Samhain-Fest am 31. Oktober / 1. November – Ende der Erntezeit, Beginn des Winters und des neuen Jahres. Der Schleier zwischen Lebenden und Toten galt als dünn; Geister, Feen und Ahnen konnten die Welt betreten. Feuer, Verkleidungen und Opfer sollten schützen oder Geister vertreiben.
- Christliche Übernahme: Im 8./9. Jahrhundert christianisiert – der 1. November wurde zu Allerheiligen (Ehren aller Heiligen), der Vorabend zu „All Hallows' Eve“. Der Name „Halloween“ entstand daraus.
- Moderne Entwicklung: Irische Einwanderer brachten Bräuche in die USA (19. Jh.), wo sie kommerzialisiert wurden (Kürbisse statt Rüben, „Trick or Treat“). Seit den 1990er Jahren rollte die Welle nach Deutschland – beeinflusst von Filmen, Süßwarenindustrie und Zeitschriften.
Heute: Mischung aus Gruselfun, Erntefeier und Totengedenken – oft als Gegenstück zu Allerheiligen / Allerseelen (1./2. November).
Brauchtum & Traditionen in Deutschland
- Kürbisschnitzen (Jack-o'-Lantern): Ausgehöhlte Kürbisse mit Fratzen und Kerze – ursprünglich aus Steckrüben (Rübengeistern in Deutschland), seit 20. Jh. Kürbis dominiert.
- Süßes oder Saures / Trick or Treat: Kinder ziehen kostümiert (Geister, Hexen, Zombies) von Haus zu Haus, sagen „Süßes, sonst gibt's Saures“ und bekommen Süßigkeiten.
- Gruseldeko & Partys: Spinnweben, Skelette, Grusellichter, Horrorfilme, Themenpartys – in manchen Orten „Gruselgärten“ (z. B. Dresden-Loschwitz, Fürth, Bruchköbel) mit aufwändiger Deko und Spendenaktionen.
- Regionale Varianten: In manchen Gegenden (Spreewald, Steiermark) alte Rüben- oder Laternenbräuche vermischt; vielerorts Familien- oder Nachbarschaftsfeste mit Lagerfeuer, Stockbrot, Geschichten erzählen.
- Kritik: Manche sehen es als reinen Kommerzimport oder Konkurrenz zu Reformationstag / Allerheiligen; NABU & Co. raten zu umweltfreundlicher Feier (weniger Plastik, regionale Produkte).
Praktische Tipps für Selbstversorger
- Kürbis-Ernte & Verwendung: Halloween-Zeit = Haupt-Ernte für Speisekürbisse (Hokkaido, Butternut, Muskat). Frühe Sorten im August/September reif – lagern kühl/trocken (bis Frühjahr). Schnitzen + essen: Suppe, Ofengemüse, Kerne rösten (Proteinbombe!).
- Herbstdeko aus dem Garten: Totholz, Laub, getrocknete Maiskolben, Kürbisse, Äpfel, Hagebutten, Physalis als natürliche Gruseldeko – zero waste & autark.
- Kräuter & Schutzbräuche: Traditionell Beifuß, Salbei, Rosmarin räuchern (wie bei Rauhnächten) – passt zu autarker Achtsamkeit & Hausreinigung vor Winter.
- Familien- / Nachbarschaftsfeier: Kleines Lagerfeuer, selbstgemachte Kostüme aus alten Klamotten, Geschichten erzählen, Vorratsessen teilen (z. B. Kürbissuppe aus Garten).
- Im Dauerkalender als Fixpunkt: „Halloween 31. Oktober – Kürbisse ernten/schnitzen, Gruselfest, Übergang in die dunkle Jahreszeit“