Wasserkreislauf – Warum Wasser nie wirklich „ausgeht“: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. Februar 2026, 16:20 Uhr

Wasserkreislauf – Warum Wasser nie wirklich „ausgeht“

Der Wasserkreislauf (hydrologischer Kreislauf) ist der Grund, warum die Erde seit Milliarden Jahren ungefähr die gleiche Menge Wasser besitzt – nur in ständig wechselnder Form und Verteilung. Es gibt kein globales Wassermangel-Problem, sondern nur lokale, saisonale oder nutzungsbedingte Engpässe.

Die Hauptschritte des Kreislaufs

  1. Verdunstung
  Wasser aus Ozeanen, Seen, Flüssen, Böden und Pflanzen (Transpiration) verdunstet durch Sonnenenergie in die Atmosphäre.  
  → Ozeane liefern ~86 % des globalen Wasserdampfs.  
  → Pflanzen transpirieren jährlich mehr Wasser als alle Flüsse zusammen transportieren.
  1. Kondensation
  Wasserdampf kühlt in höheren Luftschichten ab → Wolkenbildung (Tröpfchen oder Eiskristalle).  
  → Hier entsteht Nebel, Tau, Wolken – Basis für Nebelsammler und Tausammler.
  1. Niederschlag
  Wolken regnen, schneien, hageln oder nieseln ab → flüssig (Regen), fest (Schnee, Hagel) oder als Tau/Nebel.  
  → Global fallen jährlich ~505.000 km³ Niederschlag (davon ~78 % über Ozeane, ~22 % über Land).  
  → In Deutschland: ca. 188 Milliarden m³ Niederschlag pro Jahr (~2.200 mm im Mittel).
  1. Abfluss & Infiltration
  * Oberflächenabfluss → Flüsse, Seen, Ozeane.  
  * Infiltration → sickert in den Boden → Grundwasser.  
  → Nur ~10–20 % des Niederschlags fließt sofort ab; der Rest versickert oder verdunstet wieder.
  1. Rückkehr zum Ausgangspunkt
  Grundwasser speist Flüsse, Quellen und Brunnen → Pflanzen saugen es auf → Verdunstung/Transpiration schließt den Kreis.

Fakten

  • Wasser ist zirkulierend, nicht endlich.
  • In Deutschland: Riesige Grundwasserreserven (~200–300 Mrd. m³ nutzbar), stabiler Niederschlag (auch wenn trockene Sommer zunehmen).
  • Selbst bei Blackout oder Versorgungsbruch: Regen, Nebel, Tau, Luftfeuchtigkeit (Atmospheric Water Generator), Flüsse (Widderpumpe), Brunnen.

Siehe auch

Kosmischer Input & Output – langfristige Stabilität

  • Verlust → Die Erde verliert jährlich nur winzige Mengen Wasser ins All (ca. 3.000–95.000 Tonnen, vor allem Wasserstoff durch Jeans-Escape und Sonnenswind).
  • Input → Dieser Verlust wird ungefähr ausgeglichen durch Meteore, Mikrometeoriten und interplanetaren Staub (ca. 40.000–100.000 Tonnen pro Jahr, teils wasserhaltig).
  • Fazit: Die globale Wassermenge ist seit mindestens 4 Milliarden Jahren weitgehend stabil. Panik vor „kein Wasser mehr auf der Erde“ ist wissenschaftlich nicht haltbar – was fehlt, ist meist lokale Verfügbarkeit oder Zugang.