Portable Soup - Portable Suppe: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Portable Suppe – der Vorläufer des Suppenwürfels (nur besser) ===
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=== Portable Soup, Suppe für die Hosentasche ===
  
 
Portable Suppe (auch Pocket Soup, Veal Glue oder Meat Glue genannt) war im 18. und 19. Jahrhundert der absolute Notfall-Vorrat für Seeleute, Entdecker, Soldaten und Reisende.   
 
Portable Suppe (auch Pocket Soup, Veal Glue oder Meat Glue genannt) war im 18. und 19. Jahrhundert der absolute Notfall-Vorrat für Seeleute, Entdecker, Soldaten und Reisende.   
Sie bestand aus einer extrem eingekochten Fleischbrühe, die man so lange reduzierte, bis sie zäh wie Leder oder Gummi wurde. In dieser Form hielt sie monate- bis jahrelang, ohne Kühlung, ohne Chemie und ohne Verpackungsmüll.
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Sie bestand aus einer extrem eingekochten Fleischbrühe, die man so lange reduzierte, bis sie zäh wie Leder oder Gummi wurde. In dieser Form hielt sie monate- bis jahrelang, ohne Kühlung und ohne Chemie.
  
 
==== Warum das besser war als der moderne Suppenwürfel ====
 
==== Warum das besser war als der moderne Suppenwürfel ====
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* Autarkie pur: Funktioniert ohne Strom, ohne Kühlung, ohne Lieferkette
 
* Autarkie pur: Funktioniert ohne Strom, ohne Kühlung, ohne Lieferkette
  
==== Historische Herstellung (historisch genau, aber sicher angepasst) ====
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==Herstellung (historisch genau, aber angepasst) ==
  
Zutaten (für ca. 500–700 g getrocknete Masse):
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'''Zutaten''' (für ca. 500–700 g getrocknete Masse):
 
* 5–7 kg Rindfleisch + Knochen (Schulter, Beinscheiben, Markknochen, Füße für Gelatine)   
 
* 5–7 kg Rindfleisch + Knochen (Schulter, Beinscheiben, Markknochen, Füße für Gelatine)   
 
* 2 Zwiebeln, 3 Karotten, 1 Sellerieknolle, 2 Lauchstangen   
 
* 2 Zwiebeln, 3 Karotten, 1 Sellerieknolle, 2 Lauchstangen   
 
* Salz, Pfefferkörner, Lorbeer, Thymian, Nelken (nach Geschmack)
 
* Salz, Pfefferkörner, Lorbeer, Thymian, Nelken (nach Geschmack)
  
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1. Alles in einem großen Topf mit Wasser bedecken und 8–12 Stunden sehr sanft köcheln lassen (am besten über Nacht im Backofen bei 80–100 °C).   
 
1. Alles in einem großen Topf mit Wasser bedecken und 8–12 Stunden sehr sanft köcheln lassen (am besten über Nacht im Backofen bei 80–100 °C).   
 
2. Immer wieder Fett abschöpfen (wird sonst ranzig).   
 
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8. In saubere Gläser oder Blechdosen füllen – kühl und trocken lagern.
 
8. In saubere Gläser oder Blechdosen füllen – kühl und trocken lagern.
  
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'''Verwendung:'''
 
* 1–2 TL (ca. 5–10 g) in 300–500 ml heißem Wasser auflösen → ergibt eine kräftige Fleischbrühe.   
 
* 1–2 TL (ca. 5–10 g) in 300–500 ml heißem Wasser auflösen → ergibt eine kräftige Fleischbrühe.   
 
* Mit Gemüse, Nudeln, Kräutern oder Gewürzen aufpeppen.   
 
* Mit Gemüse, Nudeln, Kräutern oder Gewürzen aufpeppen.   
 
* Perfekt als Basis für Eintöpfe oder als Notfall-Nahrung.
 
* Perfekt als Basis für Eintöpfe oder als Notfall-Nahrung.
  
==== Haltbarkeit & Sicherheit ====
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== Haltbarkeit & Sicherheit ==
 
* Kühl, trocken und dunkel gelagert: 1–3 Jahre (manchmal länger)   
 
* Kühl, trocken und dunkel gelagert: 1–3 Jahre (manchmal länger)   
 
* Vor der Herstellung alle Schalen/Verunreinigungen entfernen und Brühe sehr sauber seihen   
 
* Vor der Herstellung alle Schalen/Verunreinigungen entfernen und Brühe sehr sauber seihen   

Version vom 7. Februar 2026, 09:13 Uhr

Portable Soup, Suppe für die Hosentasche

Portable Suppe (auch Pocket Soup, Veal Glue oder Meat Glue genannt) war im 18. und 19. Jahrhundert der absolute Notfall-Vorrat für Seeleute, Entdecker, Soldaten und Reisende. Sie bestand aus einer extrem eingekochten Fleischbrühe, die man so lange reduzierte, bis sie zäh wie Leder oder Gummi wurde. In dieser Form hielt sie monate- bis jahrelang, ohne Kühlung und ohne Chemie.

Warum das besser war als der moderne Suppenwürfel

  • Nur echte Zutaten (Fleisch, Knochen, Gemüse, Gewürze) – keine Geschmacksverstärker, Hefeextrakt, Palmöl oder Farbstoffe
  • Sehr nährstoffreich (Protein, Gelatine/Kollagen, Mineralien aus Knochen)
  • Extrem lange Haltbarkeit (kühl/trocken 1–3 Jahre)
  • Kein Plastik, keine Industrie – komplett selbst herstellbar
  • Autarkie pur: Funktioniert ohne Strom, ohne Kühlung, ohne Lieferkette

Herstellung (historisch genau, aber angepasst)

Zutaten (für ca. 500–700 g getrocknete Masse):

  • 5–7 kg Rindfleisch + Knochen (Schulter, Beinscheiben, Markknochen, Füße für Gelatine)
  • 2 Zwiebeln, 3 Karotten, 1 Sellerieknolle, 2 Lauchstangen
  • Salz, Pfefferkörner, Lorbeer, Thymian, Nelken (nach Geschmack)

Schritte: 1. Alles in einem großen Topf mit Wasser bedecken und 8–12 Stunden sehr sanft köcheln lassen (am besten über Nacht im Backofen bei 80–100 °C). 2. Immer wieder Fett abschöpfen (wird sonst ranzig). 3. Brühe durch ein Tuch seihen, Fleisch und Knochen entsorgen. 4. Die klare Brühe zurück in den Topf geben und weiter einkochen (reduzieren), bis sie sirupartig wird. 5. Weiter reduzieren, bis sie beim Abkühlen gallertartig ist und beim Weiterkochen fast schwarz und sehr zäh wird (wie Leder/Gummi). 6. Auf Backpapier dünn ausstreichen und bei 50–60 °C im Backofen (Tür einen Spalt offen) vollständig trocknen (kann 1–3 Tage dauern). 7. Die getrocknete Masse in kleine Stücke brechen oder schneiden. 8. In saubere Gläser oder Blechdosen füllen – kühl und trocken lagern.

Verwendung:

  • 1–2 TL (ca. 5–10 g) in 300–500 ml heißem Wasser auflösen → ergibt eine kräftige Fleischbrühe.
  • Mit Gemüse, Nudeln, Kräutern oder Gewürzen aufpeppen.
  • Perfekt als Basis für Eintöpfe oder als Notfall-Nahrung.

Haltbarkeit & Sicherheit

  • Kühl, trocken und dunkel gelagert: 1–3 Jahre (manchmal länger)
  • Vor der Herstellung alle Schalen/Verunreinigungen entfernen und Brühe sehr sauber seihen
  • Bei längerer Lagerung auf Geruch und Schimmel prüfen – bei Zweifel entsorgen
  • Historisch wurde sie oft ohne Kühlung monatelang mitgeführt – heute empfehlen wir Glas/Dose und kühlen Lagerort

Aus einem einfachen Kochtopf und Geduld entsteht ein Vorrat, der monatelang hält – ohne Chemie, ohne Industrie, ohne Müll.