Walpurgisnacht: Unterschied zwischen den Versionen

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== Walpurgisnacht ==
 
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Die '''Walpurgisnacht''' (auch '''Sankt-Walpurgisnacht''', '''Hexennacht''' oder '''Hexenfeuer''') ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest in der Nacht vom '''30. April auf den 1. Mai'''. Sie markiert den Übergang vom Frühling zum Sommer und verbindet vorchristliche Frühlingsbräuche mit christlichen Elementen.
 
Die '''Walpurgisnacht''' (auch '''Sankt-Walpurgisnacht''', '''Hexennacht''' oder '''Hexenfeuer''') ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest in der Nacht vom '''30. April auf den 1. Mai'''. Sie markiert den Übergang vom Frühling zum Sommer und verbindet vorchristliche Frühlingsbräuche mit christlichen Elementen.

Version vom 21. Februar 2026, 09:42 Uhr

Siehe auch

Dauerkalender, Saatkalender, Jahresplanung Selbstversorgung, Checklisten, Mondkalender,
├─ Sonnenwende, Äquinoktium, Walpurgisnacht, Halloween, Raunächte und Julfest, Ostern
├─ Permakultur im Garten, Mischkultur
├─ Kalender für die Jahre 2010 bis 2099: Datei:Calbook-2010.pdf
├─ Datei:Saatkalender-Gemuese.pdf, Datei:Wochenbuch.pdf, Datei:Checkliste-Herbst-Winter.pdf
└─ Umrechnungsgrafiken



Walpurgisnacht

Die Walpurgisnacht (auch Sankt-Walpurgisnacht, Hexennacht oder Hexenfeuer) ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai. Sie markiert den Übergang vom Frühling zum Sommer und verbindet vorchristliche Frühlingsbräuche mit christlichen Elementen.

In Deutschland besonders populär in Nord- und Mitteldeutschland, vor allem im Harz (Brocken / Blocksberg als mythischer Hexentreffpunkt).

Datum & aktuelle Termine

  • Immer fest: Nacht vom 30. April auf den 1. Mai
  • 2026: Nacht vom Donnerstag, 30. April 2026 auf Freitag, 1. Mai 2026 (1. Mai ist gesetzlicher Feiertag → Ausschlafen möglich)
  • 2027: Nacht vom 30. April (Freitag) auf 1. Mai (Samstag)

Siehe auch: w:Walpurgisnacht für detaillierte astronomische und historische Erklärung.

Ursprung & Bedeutung

  • Vorchristlich / heidnisch: Frühlings-/Fruchtbarkeitsfest – Vertreibung des Winters, böser Geister und Dämonen durch Feuer, Lärm und Tanz. Der 1. Mai als Schwelle zwischen Winter und Sommer galt als magisch dünn (ähnlich wie Samhain / Halloween im Herbst).
  • Christlich: Benannt nach der Heiligen Walburga (Walpurgis, engl. Walpurga), einer angelsächsischen Missionarin und Äbtissin († um 779 in Heidenheim). Ihr Gedenktag war im Mittelalter am 1. Mai (heute 25. Februar im Regionalkalender). Sie galt als Schutzpatronin gegen Seuchen, Hungersnot und böse Geister – ironischerweise wurde ihr Name mit Hexenmythen verknüpft.
  • Volkssage: Hexen fliegen in dieser Nacht zum Brocken (Blocksberg) im Harz, feiern mit dem Teufel (Urian), tanzen und reiten auf Besen/Ziegen. Bekannt durch Goethes Faust („Walpurgisnacht“-Szene).

Brauchtum & Traditionen in Deutschland

  • Maifeuer / Walpurgisfeuer: Große Lagerfeuer entzünden (Symbol für Reinigung, Vertreibung des Winters). Oft mit Hexen- oder Teufelsfigur verbrannt.
  • Tanz in den Mai: Feiern bis in die Nacht – Musik, Tanz, Kostüme (Hexen, Teufel, Kobolde), Lärm machen (Töpfe schlagen, Hupen) gegen Geister.
  • Harz als Zentrum: Größte Feiern auf dem Hexentanzplatz bei Thale, Brocken, Schierke, Braunlage, Bad Grund, Altenau etc. – Zehntausende Besucher, Umzüge, Live-Musik, Feuer-Shows, Hexen- & Teufelsdarsteller. Tradition seit Ende 19. Jahrhundert (erste organisierte Feier 1896).
  • Weitere Bräuche: Kräuter pflücken (Beifuß, Johanniskraut – Schutz), Birkenzweige an Türen hängen, Eier legen, Orakel, Segnungen gegen Unwetter.
  • Moderne Varianten: Partys, Konzerte, Familienfeste mit Kindern (Verkleidung, Stockbrot backen), oft mit Maifeiertag-Demo/Frühlingsfest kombiniert.

Praktische Tipps für Selbstversorger

  • Frühlings-Übergang nutzen: Letzte Frosttage prüfen – ab 1. Mai oft sicherer für empfindliche Pflanzen (Tomaten, Gurken) ins Freie.
  • Kräuter ernten: In dieser Nacht traditionell Beifuß, Johanniskraut, Brennnessel, Giersch sammeln & trocknen (Schutz, Tee, Jauche).
  • Feuer & Gemeinschaft: Kleines autarkes Lagerfeuer mit Familie/Freunden – Reflexion über Winter, Pläne für Garten/Selbstversorgung besprechen.
  • Schutzrituale: Symbolisch Stall/Haus „segnen“ (z. B. mit Kräutern räuchern) – passt gut zu autarker Achtsamkeit.
  • Im Dauerkalender als Fixpunkt eintragen: „Walpurgisnacht 30. April / 1. Mai – Tanz in den Mai, Kräuter sammeln, Frühling begrüßen“