Wackelpudding: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 4. Februar 2026, 07:44 Uhr

Der Wackelpudding

Um es gleich zu sagen, mit Wackelpudding konnte ich schon als Kind nichts anfangen. Die Konsistenz, der Geschmack und die Textur war nie mein Fall. Aber wenn es hilft mich nach einer Magen Darm Grippe schneller gesund zu machen? Warum nicht.

Wackelpudding (auch Götterspeise, Wackelpeter oder Froschsülze genannt) ist eine wackelige, durchsichtige Süßspeise, die vor allem Kinder lieben. Er ist einfach herzustellen und hat ein paar praktische Vorteile.

Woraus besteht er?

Der Wackeleffekt kommt ausschließlich von der Gelatine. Typische Zutaten in gekauften Packungen (Dr. Oetker, RUF usw.):

  • Gelatine (meist tierisch aus Schweine- oder Rinderhaut/Knochen – ca. 80 % Schwein)
  • Viel Zucker (oft 80–100 g pro Liter fertige Masse)
  • Wasser oder Fruchtsaft als Basis
  • Aromen (Himbeer, Erdbeere, Waldmeister, Zitrone usw.)
  • Farbstoffe (z. B. Patentblau V für Grün, Saflorkonzentrat, Kurkumaextrakt)
  • Säuerungsmittel (Citronensäure)

Beispiel Dr. Oetker Himbeer: Wasser, Zucker, Gelatine, Säuerungsmittel, färbende Lebensmittel (Saflorkonzentrat), Aroma, Farbstoff.

Einfaches Selbermachen

Zutaten für ca. 1 Liter:

  • 500–750 ml Fruchtsaft oder Wasser + Saft
  • 6–8 Blatt Gelatine (oder 1 Päckchen gemahlen)
  • Zucker nach Geschmack (50–100 g)
  • Optional: Etwas Zitronensaft für mehr Frische

Zubereitung:

  1. Gelatine 5–10 Minuten in kaltem Wasser einweichen.
  2. In heißem Saft auflösen (nicht kochen!).
  3. In Schüssel oder Form füllen.
  4. 2–4 Stunden in den Kühlschrank – fertig!

Gut für den Magen?

Ja, oft sehr hilfreich bei leichter Magenverstimmung, Übelkeit, nach Durchfall/Erbrechen oder Gastritis-Aufbauphase.

Warum?

  • Sehr leicht verdaulich (fast nur Wasser + wenig Zucker, keine Fette/Ballaststoffe).
  • Gelatine legt sich wie eine schützende Schicht auf die Magenschleimhaut → beruhigt Reizungen, lindert Krämpfe.
  • Wird in Kliniken und von Ärzten oft empfohlen (neben Tee, Zwieback, Banane).

Kleine Portionen kalt oder lauwarm langsam essen. Bei starken Beschwerden trotzdem zum Arzt gehen – es ist keine Medizin, sondern nur Linderung.

Psychologischer Effekt in der Krise

Ja, der Effekt ist echt und oft unterschätzt.

  • Starke Kindheitserinnerung (Geburtstag, Krankenbett, bunte Freude) → fühlt sich nach Geborgenheit und Trost an.
  • Kalte, glatte Textur + milder Geschmack → unterbricht Übelkeit/Krämpfe kurzfristig.
  • Kleiner Erfolg (erste feste Nahrung nach Krankheit) → gibt Selbstvertrauen und hebt die Stimmung.
  • In Krisen (Krankheit, Blackout, Isolation) wirkt er wie kleiner emotionaler Anker: „Normalität kommt zurück“.

Mit etwas Salz anreichern?

Ja, eine winzige Prise Salz kann gut sein.

  • Hebt die Süße und Fruchtigkeit hervor → der Geschmack wird runder und weniger flach.
  • Bei Magenproblemen: Hilft minimal bei Elektrolyt-Balance (nach Durchfall/Erbrechen).
  • Aber wirklich nur sehr wenig (ca. 1 Messerspitze auf 1 Liter, maximal 0,1–0,2 g) – sonst reizt es den Magen wieder.

Tipp: Bei purem Fruchtsaft oft gar nicht nötig. Einfach mal mit einer winzigen Prise testen.