Nahrungsergänzungsmittel aus Eierschalen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus AutarkWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 10: Zeile 10:
 
* oder einfach autark und ressourcenschonend leben möchten   
 
* oder einfach autark und ressourcenschonend leben möchten   
  
=== Was du brauchst ===
+
== Was du brauchst ==
 
* Saubere Eierschalen (am besten Bio oder vom eigenen Huhn)   
 
* Saubere Eierschalen (am besten Bio oder vom eigenen Huhn)   
 
* Backofen oder Herd mit Pfanne   
 
* Backofen oder Herd mit Pfanne   
Zeile 17: Zeile 17:
 
* Ein sauberes Glas mit Deckel zur Aufbewahrung   
 
* Ein sauberes Glas mit Deckel zur Aufbewahrung   
  
=== Schritt-für-Schritt-Anleitung ===
+
== Schritt-für-Schritt-Anleitung ==
  
1. Sammeln und reinigen   
+
'''1. Sammeln und reinigen'''
  Eierschalen sammeln, sofort unter heißem Wasser abspülen und die dünne innere Haut (Membran) entfernen (geht besser, wenn sie noch feucht ist)
+
   
  Auf Küchenpapier trocknen lassen.
+
Eierschalen sammeln, sofort unter heißem Wasser abspülen und die dünne innere Haut (Membran) entfernen (geht besser, wenn sie noch feucht ist).  
  
2. Keime abtöten 
+
Oder bei größeren Mengen in einem Topf auskochen um das Eiweiß zu entfernen.  
  Methode 1 (Backofen): 
 
  Schalen auf ein Backblech legen, bei 100–120 °C ca. 10–15 Minuten backen (nicht höher, sonst wird das Kalzium chemisch verändert).
 
  
  Methode 2 (Pfanne): 
+
Auf Küchenpapier trocknen lassen.
  Schalen in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 5–10 Minuten rösten, bis sie leicht bräunlich werden und knistern.
 
  
3. Zermahlen  
+
'''2. Keime abtöten'''  
  Abgekühlte Schalen in Mörser oder Kaffeemühle zu feinem Pulver mahlen. 
 
  Je feiner, desto besser die Aufnahme. 
 
  Siebt das Pulver durch ein Teesieb (grobe Stücke nochmal mahlen).
 
  
4. Aufbewahren   
+
'''Methode 1 (Backofen):''' 
  In ein sauberes, trockenes Glas füllen.   
+
 
  Hält kühl und trocken gelagert mehrere Monate.
+
Schalen auf ein Backblech legen, bei 100–120 °C ca. 10–15 Minuten backen (nicht höher, sonst wird das Kalzium chemisch verändert). 
 +
 
 +
'''Methode 2 (Pfanne):''' 
 +
Schalen in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 5–10 Minuten rösten, bis sie leicht bräunlich werden und knistern.
 +
 
 +
'''3. Zermahlen''' 
 +
 
 +
Abgekühlte Schalen in Mörser oder Kaffeemühle zu feinem Pulver mahlen. 
 +
 
 +
Je feiner, desto besser die Aufnahme. 
 +
 
 +
Siebt das Pulver durch ein Teesieb (grobe Stücke nochmal mahlen).
 +
 
 +
'''4. Aufbewahren'''  
 +
 
 +
In ein sauberes, trockenes Glas füllen.   
 +
Hält kühl und trocken gelagert mehrere Monate.
  
 
=== Wie viel und wie einnehmen? ===
 
=== Wie viel und wie einnehmen? ===
Zeile 54: Zeile 64:
 
=== Warum das autark und sinnvoll ist ===
 
=== Warum das autark und sinnvoll ist ===
 
* Kosten: fast 0 € (Eier isst du eh)   
 
* Kosten: fast 0 € (Eier isst du eh)   
* Abfall wird zu Ressource (Zero Waste) 
+
* Abfall wird zu Ressource  
 
* Keine Plastikverpackung, kein Transport, keine Industrie   
 
* Keine Plastikverpackung, kein Transport, keine Industrie   
* Wenig Ressourcen → maximal aus dem machen, was da ist
+
* Wenig Ressourcen → maximal aus dem machen, was da ist
 
 
Viel Spaß beim Ausprobieren – und schreib dir auf, wie es dir schmeckt und wie du es am liebsten einnimmst.
 

Version vom 1. Februar 2026, 18:45 Uhr

Nahrungsergänzungsmittel aus Eierschalen selbst herstellen

Eierschalen bestehen zu ca. 95 % aus Kalziumkarbonat – das ist die gleiche Form von Kalzium, die unser Körper sehr gut aufnehmen kann. Wer Eier isst (oder bekommt), hat damit eine kostenlose, nachhaltige Quelle für Kalzium und Spurenelemente (Magnesium, Strontium, Bor u. a.).

Das ist besonders für Menschen interessant, die:

  • wenig Milchprodukte essen
  • günstige Kalzium-Quellen suchen
  • Plastik-Verpackungen vermeiden wollen
  • oder einfach autark und ressourcenschonend leben möchten

Was du brauchst

  • Saubere Eierschalen (am besten Bio oder vom eigenen Huhn)
  • Backofen oder Herd mit Pfanne
  • Mörser + Stößel oder Kaffeemühle / Mixer
  • Optional: Zitronensaft oder Essig (für bessere Aufnahme)
  • Ein sauberes Glas mit Deckel zur Aufbewahrung

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Sammeln und reinigen

Eierschalen sammeln, sofort unter heißem Wasser abspülen und die dünne innere Haut (Membran) entfernen (geht besser, wenn sie noch feucht ist).

Oder bei größeren Mengen in einem Topf auskochen um das Eiweiß zu entfernen.

Auf Küchenpapier trocknen lassen.

2. Keime abtöten

Methode 1 (Backofen):

Schalen auf ein Backblech legen, bei 100–120 °C ca. 10–15 Minuten backen (nicht höher, sonst wird das Kalzium chemisch verändert).

Methode 2 (Pfanne): Schalen in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 5–10 Minuten rösten, bis sie leicht bräunlich werden und knistern.

3. Zermahlen

Abgekühlte Schalen in Mörser oder Kaffeemühle zu feinem Pulver mahlen.

Je feiner, desto besser die Aufnahme.

Siebt das Pulver durch ein Teesieb (grobe Stücke nochmal mahlen).

4. Aufbewahren

In ein sauberes, trockenes Glas füllen. Hält kühl und trocken gelagert mehrere Monate.

Wie viel und wie einnehmen?

  • Tagesdosis: ½–1 gestrichener Teelöffel (ca. 800–1000 mg Kalzium)
  • Besser aufnehmen: Mit etwas Zitronensaft oder Apfelessig mischen (Säure wandelt Kalziumkarbonat in Kalziumcitrat um → bessere Bioverfügbarkeit).
 Oder einfach in Joghurt / Smoothie / Wasser mit Zitrone einrühren.  
  • Tipp: Immer mit einer Mahlzeit einnehmen – Kalzium braucht Magensäure zur Aufnahme.

Sicherheitshinweise

  • Nur saubere, unbehandelte Eierschalen verwenden (keine gekauften Eier mit Chemikalien-Behandlung)
  • Nicht überdosieren – mehr als 1500–2000 mg Kalzium pro Tag kann Nieren belasten
  • Bei Nierenproblemen, Hyperparathyreoidismus oder Medikamenten (z. B. Schilddrüsenhormone) vorher Arzt fragen
  • Das Pulver ist kein Ersatz für ärztlichen Rat oder andere Kalziumquellen (z. B. grünes Gemüse, Nüsse, Samen)

Warum das autark und sinnvoll ist

  • Kosten: fast 0 € (Eier isst du eh)
  • Abfall wird zu Ressource
  • Keine Plastikverpackung, kein Transport, keine Industrie
  • Wenig Ressourcen → maximal aus dem machen, was da ist