Faulbaum: Unterschied zwischen den Versionen

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"Faul" bezieht sich auf die frische Rinde: Sie riecht muffig-faulig und reizt Schleimhäute. Das Holz selbst fault im Wasser nur sehr langsam. Darum hieß es früher auch "Pulverholz".
 
"Faul" bezieht sich auf die frische Rinde: Sie riecht muffig-faulig und reizt Schleimhäute. Das Holz selbst fault im Wasser nur sehr langsam. Darum hieß es früher auch "Pulverholz".
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"Pulverholz" Holzkohle des Faulbaumes das zur Herstellung von Schwarzpulver genutzt wurde. (Weidenholz kann ebenso für die Herstellung von Schwarzpulver genutzt werden)
  
 
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'''Wichtiges Erkennungsmerkmal''': Ritzt man die Rinde an, wird die Schnittstelle nach 1-2 Minuten rostrot. Keine Dornen! Das unterscheidet ihn vom Kreuzdorn.
 
'''Wichtiges Erkennungsmerkmal''': Ritzt man die Rinde an, wird die Schnittstelle nach 1-2 Minuten rostrot. Keine Dornen! Das unterscheidet ihn vom Kreuzdorn.
  
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Für feuchte, saure Ecken geeignet. Verträgt Halbschatten. Vermehrung über Samen oder Stecklinge im Winter. Schnitt verträgt er gut.
 
Für feuchte, saure Ecken geeignet. Verträgt Halbschatten. Vermehrung über Samen oder Stecklinge im Winter. Schnitt verträgt er gut.
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==Bildquelle==
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wikipedia.org

Aktuelle Version vom 2. Juni 2026, 15:36 Uhr

Faulbaum

Farben & Tinte

Der kleine Alchemist
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   └─ Faulbaum

Faulbaum

Der Faulbaum Rhamnus frangula ist ein Strauch feuchter Standorte. Sein Name klingt widersprüchlich: Das Holz fault kaum, die Rinde riecht aber frisch faulig-muffig.

Name & Herkunft

Wissenschaftlich: Frangula alnus oder Rhamnus frangula Volksnamen: Faulbaum, Pulverholz, Glanzfrangula

"Faul" bezieht sich auf die frische Rinde: Sie riecht muffig-faulig und reizt Schleimhäute. Das Holz selbst fault im Wasser nur sehr langsam. Darum hieß es früher auch "Pulverholz".

"Pulverholz" Holzkohle des Faulbaumes das zur Herstellung von Schwarzpulver genutzt wurde. (Weidenholz kann ebenso für die Herstellung von Schwarzpulver genutzt werden)

Botanik & Merkmale

Merkmal Beschreibung
Wuchs Strauch oder kleiner Baum, 2-6m hoch. Selten bis 7m
Rinde Glatt, graubraun bis schwarzbraun. Junge Zweige rötlich. Innen leuchtend gelb-orange
Blätter Wechselständig, eiförmig, ganzrandig. Glänzend oberseits, 5-9 Blattadern parallel
Blüten Klein, grünlich-weiß. Mai bis Juni. In Büscheln in Blattachseln
Früchte Steinfrucht. Erst rot, dann schwarz. Reifung Juli-September

Wichtiges Erkennungsmerkmal: Ritzt man die Rinde an, wird die Schnittstelle nach 1-2 Minuten rostrot. Keine Dornen! Das unterscheidet ihn vom Kreuzdorn.

Faulbaum

Standort & Vorkommen

Faulbaum ist eine Zeigerpflanze für:

  • Feuchte bis nasse Böden
  • Saure Böden, pH 3,5-5,5
  • Moore, Bruchwälder, Ufer, Torfstiche

In ganz Europa verbreitet, von Tiefland bis Mittelgebirge. Mag nasse Füße und verträgt zeitweise Überstauung.

Historischer Kontext Medizin

Historisch wurde die 12 Monate gelagerte oder erhitzte Rinde wegen der enthaltenen Anthrachinone genutzt. Frische Rinde ist stark reizend und giftig.

Die Kommission E lehnte 1989 die medizinische Anwendung ab. Heute ist Faulbaumrinde in D/AT/CH nicht mehr als Arzneimittel zugelassen.

Hinweis: Bei Fragen zu Heilpflanzen immer Arzt oder Apotheker konsultieren. Selbst sammeln und ansetzen wird nicht empfohlen.

Ökologie & Nutzen

1. Bienenweide: Blüht Mai-Juni. Wird von Bienen, Hummeln, Schwebfliegen angeflogen. 2. Vogelnährgehölz: Schwarze Beeren sind wichtiges Herbstfutter für Amsel, Drossel, Rotkehlchen. 3. Material: Sehr weiches, leichtes, gleichmäßig faseriges Holz. Fault im Wasser kaum. Früher für Holzschuhe, Schachteln, Rechen, Drechselarbeiten. 4. Färbepflanze: Innenrinde gibt mit Alaun gelb, mit Eisensalz schwarz-braun.

Verwechslungsgefahr

Nicht mit Erle verwechseln. Erle hat Korkporen in der Rinde und Zapfen. Faulbaum hat glatte Rinde ohne Korkporen.

Nicht mit Kreuzdorn verwechseln. Kreuzdorn hat Dornen an den Zweigenden, Faulbaum nicht.

Anbau im Garten

Für feuchte, saure Ecken geeignet. Verträgt Halbschatten. Vermehrung über Samen oder Stecklinge im Winter. Schnitt verträgt er gut.

Bildquelle

wikipedia.org