Äquinoktium: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 21. Februar 2026, 11:32 Uhr

Pyramit feuer001.JPG

Siehe auch

Dauerkalender, Saatkalender, Jahresplanung Selbstversorgung, Checklisten, Mondkalender,
├─ Sonnenwende, Äquinoktium, Walpurgisnacht, Halloween, Raunächte und Julfest, Ostern
├─ Permakultur im Garten, Mischkultur
├─ Kalender für die Jahre 2010 bis 2099: Datei:Calbook-2010.pdf
├─ Datei:Saatkalender-Gemuese.pdf, Datei:Wochenbuch.pdf, Datei:Checkliste-Herbst-Winter.pdf
├─ Wetterregeln, Wetter / Wolken
└─ Umrechnungsgrafiken

Äquinoktium / Tagundnachtgleiche

Das Äquinoktium (lateinisch *aequus* = gleich + *nox* = Nacht), auch Tagundnachtgleiche genannt, ist der Zeitpunkt, an dem Tag und Nacht auf der ganzen Erde annähernd gleich lang sind (ca. 12 Stunden). Das passiert zweimal im Jahr, wenn die Sonne genau über dem Äquator steht und die Erdachse senkrecht zur Sonneneinstrahlung ist.

Auf der Nordhalbkugel (wie in Mitteleuropa/Deutschland):

  • Frühlings-Äquinoktium (Frühlingstagundnachtgleiche) → astronomischer Frühlingsbeginn
  • Herbst-Äquinoktium (Herbsttagundnachtgleiche) → astronomischer Herbstanfang

Die genauen Daten schwanken um 1–2 Tage (durch Schaltjahre und elliptische Bahn).

Aktuelle Daten für 2026 (Mitteleuropa MEZ/MESZ)

  • Frühlings-Äquinoktium: 20. März 2026 um 15:45 / 15:46 Uhr MEZ
 → Astronomischer Frühlingsbeginn (Sonne kreuzt den Himmelsäquator von Süd nach Nord)
  • Herbst-Äquinoktium: 23. September 2026 um 02:05 / 02:06 Uhr MESZ (00:05 / 00:06 UTC am 23. September)
 → Astronomischer Herbstanfang (Sonne kreuzt von Nord nach Süd)

Die Tage sind dann fast exakt gleich lang (leichte Abweichung durch atmosphärische Brechung und Gelände). Siehe auch: w:Äquinoktium für detaillierte astronomische Erklärung.

Astronomische Erklärung

Die Erdachse ist um ca. 23,44° geneigt. Dadurch wandert der subsolare Punkt (wo die Sonne senkrecht steht) zwischen den Wendekreisen hin und her:

  • März → Sonne über dem Äquator, von Süd nach Nord → Tage werden länger (Nordhalbkugel Frühling/Sommer)
  • September → Sonne über dem Äquator, von Nord nach Süd → Tage werden kürzer (Nordhalbkugel Herbst/Winter)

Zwischen den Äquinoktien liegen die Sonnenwenden (Juni/Dezember), wo der Unterschied maximal ist.

Brauchtum & Traditionen in Mitteleuropa/Deutschland

Die Tagundnachtgleichen waren schon in prähistorischer Zeit (z. B. Megalithanlagen wie Stonehenge oder Goseck-Kreis) wichtige Markierungen im Jahreskreis – Symbole für Balance, Übergang, Erneuerung und Ernte.

  • Frühlings-Äquinoktium (März)
 * Traditionell mit Ostern verbunden (bewegliches Datum: erster Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Äquinoktium)
 * Vorchristlich: Fruchtbarkeitsfeste, Eierfärben (Symbol für neues Leben), Göttin Ostara/Eastre (Frühling, Wiedergeburt)
 * Heute: Osterfeuer, Eiersuche, Frühlingsfeste, Gartenstart – in manchen Regionen Kräutersegnung oder Osterbrunnen schmücken
 * Symbolik: Balance von Licht & Dunkel → Neuanfang, Aussaat, Fruchtbarkeit
  • Herbst-Äquinoktium (September)
 * Erntefeste: Erntedank (kirchlich oft Anfang Oktober), Dank für die Ernte, Erntedankaltäre
 * Vorchristlich: Herbst-Äquinoktium als Mittpunkt der Erntezeit, Feste für Erdgöttinnen, Balance von Geben & Nehmen
 * Heute: Erntedankfeste, Kürbisschnitzen (Halloween-Einfluss), Weinlese-Feste in Rheinland/Pfalz, Herbstmärkte
 * Symbolik: Gleichgewicht, Dankbarkeit, Vorbereitung auf Winter (Einlagern, Vorratshaltung)

In autarken / naturverbundenen Kreisen: Als Jahreskreisfeste feiern – Feuer, gemeinsames Essen aus der Ernte, Reflexion über Balance (Arbeit/Ruhe, Geben/Nehmen).

Praktische Tipps für Selbstversorger

  • Frühlings-Äquinoktium (März): Gartenstart – Boden lockern, Kompost verteilen, erste Aussaat (frosthart: Spinat, Radieschen), Vorzucht intensivieren (Tomaten etc.)
  • Herbst-Äquinoktium (September): Wintervorbereitung – Ernte einlagern (Kartoff