Sonnenwende: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 21. Februar 2026, 09:35 Uhr

Pyramit feuer001.JPG

Siehe auch

Dauerkalender, Saatkalender, Jahresplanung Selbstversorgung, Checklisten, Mondkalender,
├─ Sonnenwende, Äquinoktium, Walpurgisnacht, Halloween, Raunächte und Julfest, Ostern
├─ Permakultur im Garten, Mischkultur
├─ Kalender für die Jahre 2010 bis 2099: Datei:Calbook-2010.pdf
├─ Datei:Saatkalender-Gemuese.pdf, Datei:Wochenbuch.pdf, Datei:Checkliste-Herbst-Winter.pdf
└─ Umrechnungsgrafiken



Sonnenwende

Die **Sonnenwende** (auch Sonnwende oder Solstitium, lat. „Sonnenstillstand“) markiert die zwei Punkte im Jahr, an denen die Sonne ihren höchsten (Sommersonnenwende) oder tiefsten (Wintersonnenwende) Mittagsstand über dem Horizont erreicht. Das geschieht durch die Neigung der Erdachse (ca. 23,44°) zur Bahnebene um die Sonne.

Auf der Nordhalbkugel (wie in Mitteleuropa/Deutschland):

  • Sommersonnenwende → längster Tag, kürzeste Nacht, astronomischer Sommeranfang
  • Wintersonnenwende → kürzester Tag, längste Nacht, astronomischer Winteranfang

Die genauen Daten schwanken um 1–2 Tage (durch Schaltjahre und elliptische Bahn).

Aktuelle Daten für 2026 (Mitteleuropa MESZ)

  • Sommersonnenwende (Juni): 21. Juni 2026 um 10:24 Uhr MESZ
 → Längster Tag des Jahres (in Deutschland ca. 16:30–17 Stunden Tageslicht je nach Breitengrad)
  • Wintersonnenwende (Dezember): 21. Dezember 2026 um 21:50 Uhr MEZ
 → Kürzester Tag des Jahres (ca. 7:45–8:30 Stunden Tageslicht)

Siehe auch: Sonnenwende für genaue astronomische Erklärung.

Astronomische Erklärung

Die Erdachse ist um ca. 23,5° geneigt. Dadurch wandert der subsolare Punkt (wo die Sonne senkrecht steht) zwischen den Wendekreisen (23,5° nördlich/südlich des Äquators) hin und her:

  • Juni → Sonne steht über dem nördlichen Wendekreis (Krebs-Wendekreis) → Nordhalbkugel maximal der Sonne zugewandt
  • Dezember → Sonne steht über dem südlichen Wendekreis (Steinbock-Wendekreis) → Nordhalbkugel maximal abgewandt

Ab der Sommersonnenwende werden die Tage wieder kürzer (bis Wintersonnenwende), danach länger (bis Sommer). Die Taglänge ändert sich aber am schnellsten um die Tagundnachtgleiche]]n (März/September).

Brauchtum & Traditionen in Mitteleuropa/Deutschland

Die Sonnenwenden sind seit prähistorischer Zeit (z. B. Stonehenge, Goseck-Kreis) wichtige Jahreskreispunkte – Feiern von Licht, Fruchtbarkeit, Erneuerung.

  • Sommersonnenwende (21. Juni)
 * Traditionell: **Sonnwendfeuer** / Johannisfeuer (oft am 23./24. Juni, verbunden mit Johannistag]])
 * In Bayern, Österreich, Alpenregion: Große Bergfeuer, Höhenfeuerketten, Tanz ums Feuer, Kräuterbuschen (Johanniskraut, Beifuß) pflücken & schützen
 * Symbolik: Höhepunkt des Lichts, Vertreibung böser Geister, Fruchtbarkeitsrituale, Liebesorakel (Kränze ins Wasser werfen)
 * Heute: Lagerfeuer-Partys, Grillen, Musik – in Skandinavien (Midsommar) besonders ausgeprägt mit Maibaum, Tanz, Blumenkränze
  • Wintersonnenwende (21. Dezember)
 * Traditionell: Rauhnächte-Start, Julfest/Germanisches Weihnachten, Lichter feiern gegen Dunkelheit
 * Symbolik: Wiedergeburt des Lichts (Tage werden länger!), Einkehr, Orakel, Schutzrituale
 * Heute: Oft mit Weihnachten]] vermischt – Kerzen, Adventskränze, Rauhnächte-Orakel (25. Dez.–6. Jan.)

In autarken Kreisen: Feiern als Jahreskreisfeste – Feuer, gemeinsames Essen aus Vorräten, Reflexion über das Jahr.

Praktische Tipps für Selbstversorger

  • Sommersonnenwende (Juni): Heizmaterial für Winter günstig kaufen (oft Sommerangebote), Kräuter (Johanniskraut, Beifuß) ernten & trocknen, Garten mulchen (Feuchte halten)
  • Wintersonnenwende (Dezember): Vorräte final checken, Holz stapeln, Planung für nächstes Jahr starten, meditative Zeit nutzen (Rauhnächte)
  • Beide: Als Fixpunkte im Dauerkalender nutzen – Rituale stärken Gemeinschaft & Achtsamkeit