TUXEDO Computers: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 28. Januar 2026, 17:01 Uhr

TUXEDO Computers – Linux-Hardware im Maßanzug

Je mehr ich mich mit digitaler Unabhängigkeit beschäftige, desto öfter stoße ich auf ein Problem: Die meisten Notebooks und PCs kommen mit Windows oder macOS daher – vollgestopft mit Telemetrie, Zwangs-Updates, Cloud-Anbindungen und proprietärer Software, die man kaum kontrollieren kann. Wer wirklich autark und privat bleiben will, braucht Hardware, die von Anfang an auf Linux ausgelegt ist und nicht gegen den Nutzer arbeitet.

Genau hier kommt TUXEDO Computers ins Spiel. Ein deutscher Hersteller aus Augsburg, der seit 2004 genau solche Geräte baut: Linux-Notebooks und Desktops, die out-of-the-box laufen, ohne Treiber-Jagd, ohne Snap-Zwang und mit maximalem Datenschutz.

Die Entstehungsgeschichte

TUXEDO Computers wurde am 1. Februar 2004 von Herbert Feiler in Bayreuth als kleiner Linux-Onlineshop gegründet. Zu dieser Zeit war Linux auf Notebooks noch eine echte Herausforderung – WLAN, Grafikkarten, Touchpads und Webcams funktionierten oft nur mit viel Bastelarbeit. Herbert Feiler wollte das ändern: Er begann, Hardware zu verkaufen, die garantiert mit Linux kompatibel ist.

Der Name ist Programm: „Tux“ ist das Linux-Maskottchen (der Pinguin), „Tuxedo“ bedeutet Smoking – also „Linux-Hardware im Maßanzug“. Praktisch, elegant und perfekt angepasst.

Ab 2013 zog das Unternehmen nach Königsbrunn bei Augsburg, 2019 dann ins heutige Headquarter nach Augsburg (Alter Postweg 101). Aus dem kleinen Shop wurde ein echter Hersteller: TUXEDO entwickelt eigene Chassis, optimiert BIOS/Firmware, treibt Kernel-Entwicklung voran und bietet seit 2022 sogar eine eigene Distribution: TUXEDO OS. Das ist Ubuntu-basiert, aber ohne Snap-Pakete, mit aktuellem Kernel und KDE Plasma – genau so, wie viele Linux-Nutzer es sich wünschen.

Digitale Autarkie

TUXEDO-Geräte sind für Leute gemacht, die Kontrolle behalten wollen. Keine Microsoft- oder Google-Cloud-Zwänge, keine proprietären Treiber, die heimlich Daten senden. Stattdessen:

- Vollständig konfigurierbar (RAM, SSD, CPU, Display, Tastatur-Layout usw.) - Vorinstalliertes Linux (TUXEDO OS, Ubuntu, Fedora, openSUSE, Manjaro usw.) - 2–5 Jahre Garantie, Ersatzteile lange verfügbar - EU-Datenschutz (DSGVO), kein Tracking, keine Cloud-Anmeldung nötig - Hardware, die offline funktioniert – ideal für Meshtastic-Entwicklung, Off-Grid-Setup, verschlüsselte Kommunikation oder einfach nur als autarker Rechner ohne Internet-Zwang

Viele Modelle haben gute Akkulaufzeiten, matte Displays (gut bei Sonne), robuste Gehäuse und sogar dedizierte Grafikkarten – also auch für anspruchsvollere Aufgaben geeignet (z. B. Kartenmaterial offline rendern, Meshtastic-Server betreiben, verschlüsselte Backups).

TUXEDO Computers ist kein Massenhersteller wie Dell oder Lenovo – und genau das ist der Punkt. Hier bekommt man Hardware, die nicht gegen einen arbeitet, sondern mit einem. Für alle, die digitale Autarkie ernst nehmen, ist das eine echte Alternative zu den großen Marken.

Wer schon mal ein TUXEDO-Notebook hatte oder TUXEDO OS ausprobiert hat: Wie ist eure Erfahrung? Welches Modell würdet ihr für ein autarkes Setup empfehlen? Teilt eure Gedanken im Forum oder per Mail – ich bin gespannt!