Hämatit
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Metallurgie
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Hämatit
Hämatit ist eines der bedeutendsten und eisenreichsten natürlich vorkommenden Eisenerze. Das Mineral besteht überwiegend aus Eisen(III)-oxid (Fe₂O₃) und besitzt einen theoretischen Eisengehalt von rund 70 Prozent.
Sein Name leitet sich vom altgriechischen Wort haima (αἷμα) für „Blut“ ab. Zerreibt man Hämatit zu feinem Pulver, entsteht eine charakteristische blutrote Farbe, die bereits in der Vorgeschichte als natürliches Pigment genutzt wurde.
Neben seiner historischen Bedeutung als Farbstoff zählt Hämatit bis heute zu den wichtigsten Rohstoffen der weltweiten Eisen- und Stahlindustrie.
Chemische Zusammensetzung
Hämatit besteht nahezu vollständig aus Eisen(III)-oxid (Fe₂O₃).
Im Gegensatz zu Limonit enthält Hämatit kein chemisch gebundenes Wasser. Dadurch besitzt das Mineral einen besonders hohen Eisengehalt und eignet sich hervorragend für die Verhüttung.
Die rote Farbe des Pulvers entsteht durch die Lichtbrechung an den feinen Kristallen des Eisenoxids und dient zugleich als wichtiges Bestimmungsmerkmal.
Entstehung
Hämatit kann auf verschiedene Weise entstehen.
Eine häufige Entstehungsform ist die langsame Verwitterung und Umwandlung wasserhaltiger Eisenminerale wie Limonit oder Goethit. Durch natürliche Austrocknung und geologische Prozesse wird das gebundene Wasser allmählich entfernt, sodass schließlich nahezu reines Eisenoxid zurückbleibt.
Daneben bildet sich Hämatit auch direkt in magmatischen und metamorphen Gesteinen oder fällt aus heißen, eisenhaltigen Lösungen aus.
Die unterschiedlichen Bildungsprozesse erklären die große Vielfalt seiner Erscheinungsformen.
Eigenschaften
Hämatit tritt in zahlreichen Varianten auf.
Bekannt sind unter anderem:
- metallisch glänzende Kristalle,
- nierenförmige Knollen (Nierenerz),
- blättrige Aggregate,
- erdige Massen,
- sowie feinkörnige rote Pulver.
Obwohl viele Stücke silbergrau bis schwarz erscheinen, besitzt das Pulver stets eine intensiv rote Strichfarbe. Dieses Merkmal unterscheidet Hämatit zuverlässig von vielen ähnlich aussehenden Mineralen.
Im Gegensatz zu Magnetit ist Hämatit nur schwach magnetisch oder vollständig unmagnetisch.
Vorkommen
Hämatit kommt weltweit in großen Lagerstätten vor.
Zu den bedeutendsten Förderländern zählen:
- Australien,
- Brasilien,
- Indien,
- Südafrika,
- Kanada
- und Schweden.
Auch in Deutschland existieren zahlreiche historische Vorkommen, unter anderem im Harz, im Siegerland sowie in verschiedenen Mittelgebirgen.
Bereits in vorgeschichtlicher Zeit wurden oberflächennahe Lagerstätten zur Gewinnung von Farbpigmenten genutzt.
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